Abtei Michaelsberg Siegburg

Sankt Michael

Kirche der ehemaligen Abtei auf dem Michaelsberg

Herzlich willkommen!

Hier finden Sie Informationen über die Tätigkeiten und Projekte des Vereins der Freunde und Förderer des Michaelsberges e.V.

Allen unseren Mitgliedern, aber auch allen Gästen auf unserer Homepage, ein herzliches Willkommen.

Eine Übersicht über anstehende Termine und Veranstaltungen finden Sie hier.


Pater Hieronymus gestorben

“Wir werden zwar heute alle älter, aber die letzten 20 Jahre röcheln die meisten. Sie können joggen und Heilkräuter essen, wie viel sie wollen, der Tod kommt doch“ (P. Hieronymus in der Vorlesung über Ijob im Sommer 2006)

P. Hieronymus Horn OSB verstarb unerwartet im Missionspriesterseminar St. Augustin am 27. Juli 2020. P. Hieronymus, bürgerlich Guido Horn, wurde am 31. August 1939 in Bigge im Sauerland als letztes von fünf Kindern der Eltern Aloys und Maria Horn geboren. Schon früh erwachte in ihm die Liebe zur Mission, als er als kleiner Junge das Negerchen an der Weihnachtskrippe anstatt mit Groschen mit Hosenknöpfen zum Nicken brachte.

Die Zeit der Volksschule in Bigge von 1946 bis 1951 war emotional zweigeteilt: in den ersten vier Jahren verehrte er seine Lehrerin, im letzten Jahr fürchtete er den Lehrer, seinen eigenen Vater. 1951 wechselte er auf das Neusprachliche Progymnasium in Winterberg, das er bis zur Mittleren Reife besuchte.

1957 wollte er auf das Gymnasium der Missionsbenediktiner in Meschede wechseln. Da es keine Verkehrsverbindungen nach Meschede gab, kam er in ein Internat in Siegburg, von wo aus er zunächst das Städtische Gymnasium, dann aber das Alumnat der Benediktiner auf dem Michaelsberg besuchte, an dem er 1960 seine Gymnasialstudien abschloss.

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11. Juli – Gedenktag des Heiligen Benedikt

Benedikt (um 480 – 547), Sohn einer begüterten Familie aus Nursia, kam zum Studium der artes liberales nach Rom. Angewidert von der Sittenlosigkeit in der Hauptstadt, zog er sich als Einsiedler in eine Höhle bei Subiaco zurück. Nach drei Jahren geistlich gereift wird, er als Mann Gottes von vielen aufgesucht. Mönche erbitten ihn als Abt für ihr Kloster.

Der heilige Benedikt, gestützt von Mitbrüdern, kurz vor seinem Tot. Darstellung in Sankt Michael, Siegburg.

Benedikt scheitert mit seinem monastischen Vorstellungen bei dieser Gemeinschaft er kehrt nach Subiaco zurück, wo sich Schüler um ihn sammeln, für die er zwölf kleine Klöster gründet. Gregor der Große schildert im zweiten Buch der „Dialoge“ diese Zeit, in der das monastisch Ideal Benedikt Gestalt gewinnt. Zusammen mit einigen Menschen geht nach Monte Cassino und gründet das Kloster, in dem er seine Mönchsregel niederschrieb.

In diesem Werk sind neben eigenen Erfahrungen Tradition des frühen Mönchtums aus dem Osten und Westen, Schriften der Kirchenväter, aber vor allem die Heilige Schrift als Urgrund für das asketische Leben eingegangen.

Leitthemen der Regula Benedicti sind die Grundhaltung des Hörens, die Tugenden Liebe, Gehorsam, Schweigsamkeit und Demut, der Eifer für den Gottesdienst, die Liebe und der Friede unter den Brüdern, die Sorge um Schwache und Kranke in der Gemeinschaft, aber auch für Gäste, Fremde und Arme, die zum Kloster kommen.

Die Spiritualität ist geprägt von einer innigen Christozentrik und dem Sinn sowohl für einzelne Person wie für die Gemeinschaft. Die Benediktregel ist bis heute Richtschnur und Inspirationsquelle für das abendländische Mönchstum.

Benedikt von Nursia wurde von Papst Pius XII. „Vater Europas“ genannt Papst Paul VI. ernannte ihn 1964 zum Schutzpatrone Europas.


Silber in Gold

Am 23. Juni 2020 besuchte ein Teil des Weihejahrgangs 1995 – Priester, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Weihejubiläum feiern – das KSI und unsere Pfarrkirche St. Servatius samt Schatzkammer. Hochrangig waren die Gäste, da zu ihnen Generalvikar Dr. Msgr. Markus Hofmann und der stellvertretende Generalvikar Msgr. Markus Bosbach gehörten.

Da Msgr. Bosbach auch der Reliquiensachverständige des Erzbistums ist, war der Austausch in der Schatzkammer mit der Vorstellung unserer dort 741 vertretenen Heiligen natürlich besonders intensiv. Begrüßt wurde die Gruppe der sechs „Silbernen“ von unserem leitenden Pfarrer Karl-Heinz Wahlen.

Zum Abschluss erhielten die Gäste vom Verein der Freunde und Förderer des Michaelsberges, der sich mit der Schatzkammer um dieses bedeutende Zeugnis benediktinischer Geschichte in Siegburg kümmert, ein Erinnerungsgeschenk: Eine CD mit den Anno-Hymnen sowie eine kleine Kostprobe Abteilikör. Nachdem man dann noch in Prozessionsfolge den Apollinarisschrein unterschritten hatte, beendete ein gemeinsames Lied und Gebet den für alle Seiten schönen Besuch.


Gregorianik-Workshop fällt leider aus!

Auch unser für den Juni geplanter Gregorianik-Workshop zu den Psalmen im Katholisch-Sozialen Institut ist der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen und muss leider abgesagt werden.

Gerne möchten wir die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, aufgrund der aktuellen Entwicklungen können wir jedoch noch kein neues Datum nennen. Interessenten, die sich für 2020 angemeldet haben, werden wir auf dem Laufenden halten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!


Frohes Osterfest!

Liebe Vereinsmitglieder,

die derzeitige Pandemie verhindert, dass wir uns persönlich auf unserem Michaelsberg Ostern treffen werden und uns ein „Frohes Ostern“ wünschen können. So grüßen wir Sie herzlich auf diesem Wege mit dem derzeit am häufigsten geäußerten Wunsch: „Bleiben Sie gesund!“

Frohe Ostern wünscht Ihnen Ihr Vorstand
Dr. Andrea Korte-Böger,  Prof. Dr. Ulrich Herkenrath, Jens Kröger und Dr. Werner Mertens

Keine Panik! Keine Eile! Keine Gier! Kein Zweifel!  

Aber: Habt Vertrauen! Fürchtet euch nicht! Glaubt an mich!  „Alle eure Sorge werft auf den HERRN; denn ER sorgt für euch.“
(1 Petrus 5,7).  Der auferstandene Herr sagt uns: „Ich habe den Tod besiegt. Fürchtet euch nicht, ich bin bei euch alle Tage eures Lebens! Hallelluja!“

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gesegnetes Osterfest! Seid behütet und beschützt!  „Wer im Schutz des Höchsten wohnt, der ruht im Schatten des Allmächtigen.“ (Ps 91,1)

Pater Dr. Rockson Chullickal Vakkachan OCD


Gesegneter Palmschmuck und Kerzen trotz Kontaktverbot

Eine Information der Karmeliter-Patres

"Liebe Schwestern und Brüder,

wir können aufgrund der Corona-Pandemie weder gemeinsam Palmsonntag noch unser Osterfest feiern. Soll deshalb das ganze Jahr über der Palmschmuck in unseren Wohnung fehlen und uns nicht ein kleines Osterlicht erfreuen? Wir, der Karmel Michaelsberg, bieten Ihnen deshalb folgende Möglichkeiten an, geweihte Palmzweige und eine kleine Osterkerze zu erhalten.

Für den geweihten Palm können Sie am kommenden Samstag, 4.4., oder Sonntag, 5.4., bis spätestens 10.00 Uhr einen eigenen Palmbusch MIT EINEM NAMENSSCHILD versehen in die Abteikirche bringen.

Dort stehen zwei Tische, auf denen Sie ihren Strauß ablegen können.

Am Sonntag, 5.4., werden wir Karmeliten dann um 11.00 Uhr, bei geschlossener Kirche, die Palmsonntagsmesse feiern und dabei Ihre Palmsträuße segnen.

Ab 14.00 Uhr wird die Kirche wieder geöffnet sein und Sie können Ihren nunmehr gesegneten Palm wieder abholen. So kann jeder dann zuhause den Palmschmuck anbringen.

Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass wir selbst Ihnen keinen Palmzweige zur Verfügung stellen können, Sie müssen Ihre eigene Sträuße, deshalb die Namensschilder, uns bringen – vielen Dank!

Für Ihre Palmsonntagskollekte: www.dvhl.de

Für die Osterkerze werden wir in der Osternacht die Ihnen bekannten kleinen Lichter segnen, auch hier findet die Ostermesse mit der Segnung bei geschlossener Kirche nur unter uns Karmeliten statt.

Wenn der Osterspaziergang Sie dann Ostersonntag auf den Berg führt, wird die Kirche ab 14.00 Uhr geöffnet sein. Hier stehen gut sichtbar die Osterkerzchen bereit und können gegen eine Spende mitgenommen werden.

BITTE achten Sie bei allen Besuchen der Kirche auf die Einhaltung des nötigen Sicherheitsabstandes zu anderen Gästen!

Im Gebet verbunden grüßen wir herzlich Ihre Patres vom Karmel Michaelsberg"




Geistiger Beistand per Handy

Pater Rockson verschickt täglich Andachtstexte

März 2020 I Pater Rockson, Prior des Karmel Michaelsberg, verschickt jeden Tag einen Andachtstext per Handy.

Wer diese erhalten möchte, bitte per Mail mit Angabe der eigenen Handy-Nummer oder direkt per Handy an Pater Rockson wenden.

Handy-Nummer: 0 162.628 551 6

E-Mail: frrocksonocd@gmail.com



Kreative Lösung wegen COVID-19

LIVESTREAM aus St. Servatius

Wann: Sonntag, 29.03.2020 - 18:28 Uhr - YouTube-Stichwort: "St. Servatius Siegburg"

März 2020 I Am kommenden Sonntag geht St. Servatius mit einem Pilotprojekt an den Start: Wir werden eine eine Hl. Messe live aus St. Servatius im Internet streamen! (Für Oldies aus der Risikogruppe heißt das : ÜBERTRAGEN)

Klicken Sie das Bild an, um zum YouTube-Kanal von St. Servatius Siegburg zu gelangen.

Pfr. Wahlen wird die liturgische Leitung der Feier übernehmen, für die musikalische Gestaltung wird Kantor Guido Harzen auch seine beiden Töchter Maja und Nicola mitbringen, außerdem ist die Sopranistin Amelie Deppe mit von der Partie. Gregor Linßen wird für die technische Umsetzung sorgen. Der Gottesdienst ist selbstverständlich nicht öffentlich, die Kirche wird während der Übertragung nicht zugänglich sein. Die wenigen aktiv Beteiligten halten die nötigen Abstands- und Hygieneregeln ein.

Wir hoffen sehr, dass dieser virtuelle Gottesdienst ein wenig von der Gemeinschaft mit Gott im Wort und in der Eucharistie und von unserer Gemeinschaft untereinander in Eure Wohnungen bringen kann!

Die Hl. Messe feiern wir am Sonntag, 29.3.20 ab 18.25 Uhr.
Bitte gebt dafür auf YouTube das Stichwort “St. Servatius Siegburg” ein.

Link zum YouTube-Kanal



Spendenübergabe an den Siegburger Karmel

Wohliges Knien nicht nur zur Fastenzeit

Februar 2020 I 1953 wurde die Abteikirche auf dem Michaelsberg geweiht. 67 Jahre feierten dort Beterinnen und Beter die Messe auf ungepolsterten Kniebänken. Nun griff der Vorstand die Bitte einiger Mitglieder, geäußert in der letzten Jahreshauptversammlung auf, und kümmerte sich um die Anschaffung von Kniekissen.

Dr. Andrea Korte Böger übergibt die Kniepolster an Prior Dr. Rockson Chullickal - Foto: Andreas Helfer
Dr. Andrea Korte Böger übergibt die Kniepolster an Prior Dr. Rockson Chullickal.
(Foto: Andreas Helfer)

Das Unterfangen erwies sich in der Durchführung als gar nicht so einfach, da Kniekissen „out“ sind. Warum? Nicht, dass in den Messen weniger gebetet wird, sondern weil derartig Kissen gerne geklaut werden.

Die Frage wurde auch dem Vorstand gestellt. „was tun wenn… und irgendwann einmal alle weg sind?“ Dann geht es zurück in die Tradition der harten 67 Jahre der ungepolsterten Kniebänke.

Fündig wurde wir übrigens für den Kauf 485km entfernt in Bayern, immerhin das einzige Internet-Angebot! Beim Empfang des Geschenk meinte dazu P. Dr. Rockson Chullikal: „In Bayern wird eben noch mehr gebetet!“ Doch bei der Einladung der wohlig-weichen Kissen aus Filz zum Knien mag sich das nun auch in der Abteikirche ändern!